Ein Lichtwellenleiter ist eine photoleitende Glasfaser, die zum Übertragung von Informationen verwendet wird. Die Lichttransmission ist unempfindlich gegenüber störenden elektromagnetischen Feldern, was für industrielle Umgebungen besonders wichtig ist. Dies ermöglicht eine Datenübertragung von bis zu 3 Tb/s, der Datenfluss wird vor unbefugtem Zugriff geschützt. Bei der Geschwindigkeit und Qualität der Datenübertragung haben die Lichtwellenleiter alle anderen Lösungen weit hinter sich gelassen. In der Telekommunikation werden sie seit den achtziger Jahren benutzt. Lichtwellenleiter werden normalerweise zum Verbinden von Netzwerkgeräten (z. B. Router, Switches) verwendet, die sich in einer Entfernung von mehr als 100 m voneinander befinden. Außerdem treten die Signalverluste nicht so häufig auf wie bei anderen Übertragungsmedien.

Weltweite Karriere der Glasfasertechnik

Die Geschichte der Glasfaser ist sehr lang und sehr interessant. Im Jahr 1790 bauten die Brüder Chappe in Frankreich den ersten optischen Telegrafen. Im 1854 zeigte der britische Physiker John Tyndall, dass Licht in einem Wasserstrahlbogen zerstreut werden kann. Im 1961 veröffentlichte der Amerikaner Elias Snitzer die Theorie der Einmodenfaser, die die Transmission in einem sehr dünnen Kern der optischen Faser mit einer einzigen Wellenlänge (ein Modus) ermöglichte. Die nächsten Meilensteine ​​wurden von Charles Kao und George Hockham von Standard Communications Laboratories im Vereinigten Königreich gemacht, die im 1964 stark an der Dämpfung von Glasfasern beteiligt waren. Das große Interesse der Telekommunikationsindustrie an diesem Thema hat dazu geführt, dass andere Forschungslabors auf der ganzen Welt ähnliche Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet durchführen. Robert Maurer, Donald Keck und Peter Schultz von Corning Glass Works haben mit der Forschung an Quarzglas begonnen, einem Material, das in einer sehr hohen Reinheitsklasse erhalten werden kann, und im September 1970 die Produktion von Einmodenglasfasern mit einer Dämpfung weniger als 20 dB/km bei einer Wellenlänge von 633 nm. Der Durchbruch der Forscher von Corning hat den Weg für die Entwicklung von Glasfasertechnologie für Telekommunikationszwecke geöffnet. In den nächsten Jahren gab es Versuche, zwei Hauptprobleme der Lichtwellenleiter zu lösen. Es wurden Versuche unternommen, Lichtquellenkopplungen mit Kernen eines Durchmessers von nur wenigen Mikrometern zu konstruieren und das Problem einer unzureichenden Signalverstärkung zu lösen. 1986 haben David Payne von der University of Southampton und Emmanuel Desurvire von Bell Labratories einen Faseroptischerverstärker mit einem Zusatz von Erbium zusammengestellt. Dank dieser Technologie wurde 1988 der erste transatlantische Lichtwellenleiter in Betrieb genommen.

Lichtwellenleiter - eine Geschichte mit Lublin im Hintergrund

Die Forschungsarbeiten zu Lichtwellenleiter wurden seit 1979 an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin durchgeführt. Innerhalb von 7 Jahren wurden ausreichende Fortschritte gemacht, um das erste von UMCS hergestellte Glasfaserkabel mit einer Länge von 5 km in Łódź zu verlegen. Der Fortschritt auf dem Gebiet der Optoelektronik hat es ermöglicht, die Technologie elektrischer Impulse durch Lichtimpulse zu ersetzen. Das OTO (Ośrodek Techniki Optotelekomunikacyjnej - Zentrum für Optische und Telekommunikationstechnologie) in Lublin übernahm die weitere Forschung und Produktion von optischen Lichtwellenleiter. Die Anlage ist mit technologischen Linien für die Herstellung von Preformen, die Gewinnung und den Schutz von Glasfasern und die Herstellung von Glasfaserkabeln ausgestattet Nach der Modernisierung im Jahr 1990 wurde bei OTO Lublin eine sehr moderne Produktionsanlage für Glasfaserkabel mit einer jährlichen Produktionskapazität von 5.000 km errichtet. Der erfolgreiche Betrieb der Anlage in Lublin ermutigte andere polnische Kabelfabriken. OTO Lublin als Anlage unter der TP S.A. war bis 2003 in Betrieb. Im Jahr 2004 wurde es von der amerikanischen Firma CORNING, dem weltweit größten Glasfaserhersteller, gekauft. Warum LWL?

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